Heute begehen wir in den Kirchen zwei Gedenktage: Vor 70 Jahren fuhr Frére Roger Schutz, der verstorbene Gründer und erste Prior der Communauté von Taizé zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in das kleine Dorf in Burgund (nahe Cluny) und entschied sich, dort zu bleiben.
Zum anderen gedenken wir heute eines ebenso großen Ordensmannes, der 1112 in den Zisterzienser-Orden eintrat, Bernhard von Clairvaux, dem die Ausbreitung vieler Reform-Klöster in Europa zu verdanken ist. ( Freré Roger starb am 16.Aug. 2005 eines gewaltsamen Todes, also vor 5 Jahren).
In der Rehbacher Bartholomäus-Kirche gedachten am Mittwoch (18.8.)viele Christen mehrerer Konfessionen vor allem der Taizé-Ereignisse. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die so genannte Selbstverpflichtung, bestehend aus 7 Texten der Hl. Schrift und 7 Fragen, die bereits beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München den Teilnehmern/innen vorgelegt und angeregt wurde.
Während beim 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin die Charta Öecumenica von 16 Konfessionen unterzeichnet wurde sozusagen als Verpflichtung von Gemeinden und Gruppen, geht es hierbei um einen persönlichen Beitrag der geistlichen Vertiefung zu Ökumene und Bewahrung der Schöpfung.
Damit es mit der Ökumene weitergeht, braucht es diese Rückbesinnung auf die Wurzeln und Verlebendigung des Glaubens auf allen Ebenen. Eine solche Selbstverplichtung habe ich bereits in der Osternacht am 12.April 2009 vorgenommen, dem Gründungdatum der Taizé Communauté. Ich stelle
Sie Ihnen vor und wenn Sie möchten, können Sie mit Hilfe der drei Begleittexte
Ruf aus Michelstadt
Dialog Weltreligionen
10 Spirituelle Grundelemente christlicher Existenz
(im Link „Ökumene“) eine ähnliche Verplichtung vornehmen.
Wenn Sie dann noch möchten, können Sie ähnlich wie in München „Ihren Text“ nur mit dem Namen versehen im Link „Selbstverplichtung“ ins Internet stellen, damit andere an Ihrem Zeugnis teilhaben können.
Wenn nicht, dann schreiben Sie einfach „Ihre“ Selbstverplichtung auf einen Zettel oder behalten sie sie einfach in Ihrem Herzen.
Ich denke, dass in den Zeiten der vielen Kirchenkrisen eine Neubesinnung des christlichen Glaubens im Dialog mit den anderen Religionen dringend nötig erscheint. Die „Charta Oecumenica“, die wir nach Berlin in der Rehbacher Kapelle 2005 auch unterzeichnet haben, ist in den Gemeinden weitgehend nicht angekommen. So möge wenigstens dieser bescheidene Versuch einer geistlich-ökumenischen Vertiefung ein wenig Anklang finden.
Michelstadt-Rehbach, den 20. August 2010 - Gerald Jaksche, Diakon

Zuletzt geändert am: 19.11.2011 um 3:08 PM
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